Das könnte man vielleicht noch als Kinderfängerei bezeichnen. Obwohl jeder, der Kinder hat, zugeben muß, daß man Interesse über Jahre nicht mit einer Pizza gewinnen kann.
Das Fischbacher Schachexamen wurde deswegen gemacht, damit man die Kinder einmal verbindlich über ihren Leistungsstand abfragen konnte. Ganz offiziell durften die Kinder übrigens Bücher, Erwachsene oder Lehrer zu Rate ziehen. Erst einmal wollte man keinen Streß hervorrufen (- vielleicht fängt nun auch der Schachclub schon an, Leistung zu verlangen -). Dann erreichte man natürlich damit, daß sich zumindestens an einem Nachmittag praktisch die ganze Familie mit einfachen Schachfragen auseinandersetzte. Nebenbei bemerkt waren einige der Fragen gar nicht so ohne. Sogar die Helfer werden ihre Mühe gehabt haben.
Aber sogar in den Fällen, in denen nur abgeschrieben wurde, ist alleine durch die Beschäftigung mit den Fragen ein (wenn auch noch so kleiner) Fortschritt erzielt worden.
Man sah es auch bei den Kindern, als sie ihre Urkunden bekamen. Sie freuten sich sehr, sie waren begeistert.
Allein schon das hat das ganze Examen gerechtfertigt. Denn über eines sind wir uns klar: Schach hat es überall schwer, am schwersten vielleicht bei den Kindern. Denn wo liegt der Spaß? Wozu stillsitzen? Wozu sich konzentrieren? Der Spaß liegt im Spiel selbst begründet, das wesentlich mehr ist als nur ein Spiel. Und die Kinder merken das.