Im Sportverein ging es dann weiter aufwärts mit dem Schach und mit der Jugend. Aber die Fluktuation war bei den Kindern doch sehr stark. Die letzten Zeugen aus der Gründerzeit sind der damals 2½jährige Matthias Kühle, der jetzt bei der zweiten Mannschaft spielt und die beiden sehr erfolgreichen Alexander Helf und Peter Schäfer. Ende 1989 waren 29 Kinder im Schach, die regelmäßig in der Unterricht kamen, so daß die Gruppe geteilt werden mußte. Die Anfänger kamen in eine Gruppe und die Fortgeschrittenen in eine.
Den Kindern macht der Unterricht sehr viel Spaß, denn man wird bei kleinen Fehlern nicht angemeckert. Keiner wird zu etwas gezwungen, es werden auch Witze gemacht. Es wird ein interessanter Schachunterricht gehalten und man wird respektiert wie alle anderen. Aber meine Meinung alleine ist nicht entscheidend. Deshalb habe ich die Kinder gefragt: "Was haltet Ihr vom Schachunterricht?"
Hier sind ein paar Antworten: "Gang gut!" (Judith), "Mol saugut, un
mol schlecht!" (Matthias), "Gut!" (Sascha).
Und weil ich gerade dabei war, fragte ich auch noch: "Was wünscht
Ihr Euch zum Verbessern des Unterrichts?"
"Einen besseren Trainer!" (viele), "Viel mehr und größere
Pokale!" (alle), "Einen ganz teuren Schachcomputer!" (auch viele).
Die Kinder, die regelmäßig in den Unterricht kamen, wollten
aber auch wie die Großen in einer Mannschaf spielen. Also gründete
"der Kühle" eine zweite Mannschaft, die größtenteils aus
Kindern besteht. In dieser Saison waren es zum Schluß nur noch Kinder.
Das fanden wir ganz gut.
Aber zum Schluß muß ich doch feststellen: Es ist sehr schön
im Schachclub. Wir haben viel Spaß, lernen trotzdem so nebenbei ein
bißchen was und wir haben eine eigene Mannschaft mit einem eigenen
Kapitän. Wer kann sowas schon vorweisen?